Hinter dem Fachbegriff der nicht-röntgenologischen axialen Spondyloarthritis verbirgt sich eine entzündliche Veränderung der Wirbelsäule, die in Schüben verläuft.1 Man kann diese als Vorstufe der röntgenologischen axialen (auch „ankylosierenden“) Spondyloarthritis bezeichnen, da hier – wie der Name schon besagt – noch keine strukturellen Veränderungen in den Röntgenaufnahmen sichtbar sind.1 Nicht jede nicht-röntgenologische axiale Spondyloarthritis muss sich aber zu einer ankylosierenden Spondylitis weiterentwickeln. Dank moderner Diagnostik wird die Erkrankung zunehmend früher erkannt, sodass Sie als Betroffener von einer frühzeitigen Therapie profitieren können.1 Das kann Ihre Lebensqualität steigern und Ihnen ermöglichen, Ihrem Tatendrang weiterhin aktiv nachgehen.1
Damit Ihre Beschwerden wirkungsvoll gelindert werden, können neben schmerz- und entzündungshemmenden Wirkstoffen auch sogenannte krankheitsmodifizierende Antirheumatika wie Biologika und deren Biosimilars zum Einsatz kommen.1 Die Wirkstoffe beeinflussen gezielt die Entzündungsprozesse in Ihrem Körper.1 Entzündungsschübe treten seltener auf, gestresstes Gewebe erholt sich und Ihre Beschwerden können spürbar und nachhaltig gelindert werden.1 So kann der Verlauf Ihrer Erkrankung langfristig positiv beeinflusst werden.1
Auch Sie selbst können sich viel Gutes tun:
Axial = in Richtung einer Achse2
Der Begriff „Spondylus“ kommt aus dem Griechischen und bedeutet Wirbelkörper.3 Der Begriff „Arthritis“ kommt ebenfalls aus dem Griechischen und bedeutet entzündliche Gelenkerkrankung.4 Zusammen bezeichnet „axiale Spondyloarthritis“ eine Entzündung der Wirbelkörpergelenke entlang der Achse der Wirbelsäule.
Diagnose
Anders als bei der ankylosierenden Spondylitis liefert bei der nicht-röntgenologischen axialen Spondyloarthritis ein bildgebendes Verfahren nicht unbedingt den entscheidenden Hinweis für die Diagnose. Ein Röntgenbild der Gelenke zwischen Wirbelsäule und Becken sind für eine Unterscheidung von den beiden Erkrankungen ausschlaggebend.1
Typische Symptome
Entzündlicher Rückenschmerz vor allem im unteren Bereich der Wirbelsäule ist typisch für die Erkrankung. Hinzu kommen Symptome, die meist schleichend beginnen und sich bei Bewegung statt in Ruhe bessern. Auch nächtlicher Schmerz durch das ruhige Liegen ist charakteristisch.1
Bei etwa 5 %
der Menschen mit chronischen Rückenschmerzen steckt eine dem Spektrum der axialen Spondyloarthritis zugehörigen Erkrankung dahinter.5
♂ = ♀
Neueste Erkenntnisse belegen: Wegen des milderen Verlaufs bei Frauen wird die Erkrankung bei ihnen seltener und zum Teil erheblich später erkannt, obwohl sie genauso häufig betroffen sind wie Männer.1
Im 2. bis 3. Lebensjahrzehnt
treten im Durchschnitt die ersten Symptome auf.1
Unauffälliges Röntgenbild
Starke Rückenschmerzen ohne Veränderungen im Röntgenbild sind typisch. Sind knöcherne Veränderungen im Röntgenbild sichtbar, liegt eine andere Form der axialen Spondyloarthritis vor.1
Experten auf Spurensuche
Menschen mit einer nicht-röntgenologischen axialen Spondyloarthritis haben oft ein bestimmtes genetisches Merkmal: das sogenannte HLA-B27. Es kann im Blut nachgewiesen werden und scheint die Erkrankung zu begünstigen.1
Das Immunsystem spielt verrückt
Bei der axialen Spondyloarthritis richtet sich das Immunsystem gegen die Wirbelgelenke.1 Die Abwehr des Körpers unterscheidet dann nicht mehr korrekt zwischen fremden und eigenen Zellen und verursacht Entzündungen im eigenen Körper.
Kraft für Rücken und Rumpf
Heutzutage sind Experten sich einig, dass gezielte Bewegung Schmerzen lindern kann. Empfehlenswert ist ein Mix aus Kraftübungen, Ausdauersport, Dehnung, Mobilisation und Stabilitätsübungen.1
Biogen-35011