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Morbus Crohn

Unbeschwert leben mit Morbus Crohn

Morbus Crohn ist eine chronisch-entzündliche Erkrankung, die Betroffenen im wahrsten Sinne des Wortes Bauchschmerzen bereiten kann. Bei Morbus Crohn kann der gesamte Verdauungstrakt betroffen sein. Vom Mund bis zum After. Am häufigsten ist der Bereich des „terminalen Ileums“, also der Übergang vom Dünndarm in den Dickdarm betroffen.1 Mit modernen, innovativen Therapien kann es gelingen, akute Symptome zu lindern und beschwerdefreie Intervalle zu verlängern, sodass Sie und Ihr Bauchgefühl zurück ins Gleichgewicht finden.2

Die symptomfreie Zeit kann Ihnen einen nahezu unbeschwerten Alltag ermöglichen und Ihnen zu einem Stück neugewonnener Lebensqualität verhelfen. Je nach Verlauf Ihrer Erkrankung können verschiedene Wirkstoffe zum Einsatz kommen, welche die Entzündungsneigung Ihres Darms dauerhaft hemmen können. Unter anderem werden dafür Biologika und deren Biosimilars eingesetzt.2 Eine individuelle Therapie kann Krankheitsschübe abmildern und seltener auftreten lassen, sowie Komplikationen, wie etwa Darmkrebs, vorbeugen.2

Auch Sie selbst können sich und Ihrem Bauch viel Gutes tun:

  • Bevorzugen Sie gesunde und zugleich vollwertige Ernährung mit einem ausreichenden Anteil an Obst und Gemüse.2
  • Schaffen Sie sich kleine Erholungsoasen im Alltag, zum Beispiel mit gezielten Akzeptanz- und Achtsamkeitsübungen, um den Verlauf Ihrer Erkrankung positiv zu beeinflussen.2
  • Schaffen Sie den Weg in die Rauchfreiheit, um Ihre eigene Krankheitsaktivität möglichst zu reduzieren.2 Suchen Sie sich Unterstützung, um Ihr Ziel zu erreichen, zum Beispiel in Form eines professionellen Rauchentwöhnungsprogramms.

10 Fakten zu Morbus Crohn

CED = chronisch-entzündliche Darmerkrankung
Die bekanntesten Formen der chronisch-entzündlichen Darmerkrankung sind Colitis ulcerosa und Morbus Crohn.3 Die genaue Unterscheidung ist trotz moderner Diagnostik nicht immer eindeutig, sodass auch Mischformen existieren.3

Über 300 Fälle von Morbus Crohn
auf 100.000 Einwohner: Damit liegt Deutschland im weltweiten Vergleich ganz vorne im Ranking.4

Von der Mundhöhle
bis zum Anus. Der Morbus Crohn kann den gesamten Magen-Darm-Trakt betreffen.1 Die häufigsten Symptome sind:1

  • Bauchschmerzen
  • Verdauungsbeschwerden und Durchfälle
  • Fieber
  • Gewichtsverlust
  • Darmverengungen (Stenosen)

Mehr ♂ oder ♀?
Die Erkrankungsrate ist bei Frauen höher als bei Männern. Tritt Morbus Crohn allerdings im Kindesalter auf, sind häufiger Jungen betroffen.5

Typisches Erkrankungsalter
Morbus Crohn kann prinzipiell Menschen jeden Alters betreffen. Am häufigsten beginnt die Erkrankung jedoch bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen, meist zwischen 15 und 30 Jahren.5 In einem späteren Lebensabschnitt kann es noch einmal vermehrt zu Neuerkrankungen kommen.5

Die Diagnose
bei einem Verdacht auf Morbus Crohn ist nicht ganz einfach. Eine wichtige Rolle spielen Magen- und Darmspiegelungen, eine umfassende Labordiagnostik und bildgebende Verfahren (Ultraschall, MRT).2

Achtung Mangelernährung!
Sowohl Colitis ulcerosa als auch Morbus Crohn haben ein erhöhtes Risiko für eine Mangelernährung.6

Experten auf Spurensuche
Wahrscheinlich spielen bei der Entstehung eines Morbus Crohn erbliche Veranlagungen, Umwelteinflüsse und die individuelle Bakterienbesiedelung im Darm eine Rolle.1

Wichtig: Darmkrebs-Früherkennung!
Morbus-Crohn-Patienten haben im Vergleich zur Normalbevölkerung ein höheres Risiko, an Darmkrebs zu erkranken.2 Eine individuelle Risikoanalyse und regelmäßige Kontrollen werden empfohlen.2

Nichtraucher werden
Rauchen scheint das Risiko, an Morbus Crohn zu erkranken und auch die Schubhäufigkeit zu erhöhen. Studien konnten zudem zeigen, dass sogar passives Rauchen einen Risikofaktor für operative Eingriffe bei Morbus Crohn darstellen kann.2

Referenzen
  1. DCCV Ratgeber zu CED, https://www.dccv.de/fileadmin/public/betroffene_angehoerige/Beratung___Information/DCCV-Broschuere_Erstbetroffen_2021-web.pdf zuletzt abgerufen am 11.02.206
  2. S3 Leitlinie Morbus Crohn, https://register.awmf.org/assets/guidelines/021-004l_S3_Morbus_Crohn_Diagnostik_Therapie_2024-09.pdf zuletzt abgerufen am 11.02.206
  3. DCCV Basiswissen, https://www.dccv.de/betroffene-angehoerige/medizinische-grundlagen/basiswissen/ zuletzt abgerufen am 11.02.2026
  4. Siew et al. Worldwide incidence and prevalence of inflammatory bowel disease in the 21st century: a systematic review of population-based studies. Lancet . 2017 Dec 23;390(10114):2769-2778. doi: 10.1016/S0140-6736(17)32448-0.  
  5. Vitale, F. (2016). Epidemiological Aspects of Crohn’s Disease. In: Lo Re, G., Midiri, M. (eds) Crohn’s Disease. Springer, Cham. https://doi.org/10.1007/978-3-319-23066-5_1 zuletzt abgerufen am 11.02.2026
  6. S3-Leitlinie Klinische Ernährung bei chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen, DGEM Leitlinie CED Update_241028 scb.pdf zuletzt abgerufen am 11.02.206

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