Wandern boomt: Mindestens jeder zweite Deutsche war schon öfter draußen und zu Fuß auf Tour. Kein Wunder, denn Gehen ist für Menschen die natürlichste Art der Bewegung und das können wir auch ohne Kurs und Fitnesscoach. Sportmedizinische Studien belegen, dass schon ein halbstündiger täglicher Spaziergang die Gesundheit fördert. Wer sich bei Wind und Wetter draußen bewegt, tut viel Gutes für Herz, Lunge, Knochen und Abwehrkräfte. Gehen kann auch glücklich machen, denn nach einer Weile schüttet Ihr Körper dabei sogenannte Endorphine, also Glückshormone, aus.
Schon bei einem Spaziergang um einen See oder dem abendlichen Gang durch den Park können Sie Ihre eigenen Vorlieben erkennen: Suchen Sie nach schönen Aussichtspunkten, beobachten Sie gern Tiere in der Natur oder bewegen Sie sich einfach und gern schnell durch anspruchsvolle Areale? Lassen Sie gern allein mit sich Ihren Gedanken freien Lauf oder lieben Sie den Austausch mit anderen, während Sie eine Runde drehen?
Länge und Tempo Ihrer Touren bestimmen Sie selbst, es sei denn, Sie wandern in einer Gruppe. Dann gibt immer derjenige mit der schwächsten Kondition das Tempo vor. So können Sie sicher sein, dass alle wohlbehalten – und gutgelaunt – ans Ziel kommen. Sportlich ambitionierte Wanderer suchen sich am besten Mitstreiter mit ähnlichem Lauf-Niveau.
Wanderneulinge schließen sich am besten einer geführten Wanderung an oder wählen eine gut ausgeschilderte Strecke, die auch Abkürzungsmöglichkeiten beinhaltet. Gemeinden und regionale Wandervereinigungen bieten regelmäßig geführte Wanderungen an. Viele Regionen unterhalten zudem sogenannte Premiumwege, die nach strengen Qualitätskriterien zertifiziert werden. Ein Blick in das offizielle Webportal Ihrer Zielregion oder in eines der vielen anderen Wanderportale lohnt sich. Auch in einem klassischen Wanderführer, den Sie im Buchhandel erwerben können, finden Sie detaillierte Angaben zu Länge, Gehzeit und Schwierigkeitsgrad der gewählten Strecke. Pflichtangaben sind außerdem An- und Abreisemöglichkeiten mit eigenen oder öffentlichen Verkehrsmitteln sowie Gelegenheiten, einzukehren.
Sind Sie in Ihrer Mobilität eingeschränkt, suchen Sie gezielt nach Kurzstrecken und barrierefreien Wanderwegen. Auch wer mit Kindern unterwegs ist, trifft auf spezielle Angebote die helfen, Kinder unterwegs bei Laune zu halten und die auch für kleine Füße locker zu bewältigen sind.
Gut sitzende Wanderboots oder geländetaugliche Turnschuhe sind ein Muss für jeden Wanderer. Je anspruchsvoller das Gelände, in dem Sie unterwegs sind, umso robuster und höher sollte das Modell ausfallen. Neue Schuhe sollten Sie vor einer längeren Tour unbedingt einlaufen – das erspart Ihnen Blasen und schmerzende Füße.
Stellen Sie sich auf Wetterwechsel ein. Nicht nur in den Bergen kann die Temperatur schwanken. Bevorzugen Sie daher leichte Bekleidungsstücke, die Sie nach dem Zwiebelprinzip an- bzw. ausziehen können. Unbedingt ins Gepäck gehört eine wind- und regenfeste Jacke mit Kapuze. Sonnenhut und -brille schützen Ihre Augen vor der UV-Strahlung.
Zusätzliche Kleidung sowie alle wichtigen Utensilien packen Sie in einen Wanderrucksack. Hat er gepolsterte Schulter- und Hüftgurte, entlasten diese Ihren Rücken. Neben Wanderkarte, Sonnencreme, Pflaster, und Desinfektionsspray gehört eine leichte Verpflegung aus Obst, Rohkost und belegten Broten oder Müsliriegel in den Rucksack. Packen Sie auch ausreichend Wasser oder Saftschorle ein, denn mit der Temperatur und dem Schwierigkeitsgrad der Strecke steigt auch Ihr Flüssigkeitsbedarf.
Teleskop- beziehungsweise Nordic-Walking-Stöcke entlasten vor allem die Kniegelenke und den Rücken – besonders, wenn es bergab geht. Zudem geben sie in steilem oder rutschigem Gelände Halt und senken das Risiko zu stürzen.
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