Gezielte Bewegungen in einem Rapsbad können wohltuend wirken. Das funktioniert ähnlich wie Kneippsche Wasseranwendungen. Kalt trägt ein Rapsbad dazu bei, Schwellungen und Entzündungen schneller abklingen zu lassen. Warm lindert es Schmerzen, regt die Durchblutung an und verbessert die Beweglichkeit.
Füllen Sie dazu etwa zwei bis drei Kilogramm gereinigte Rapssamen – erhältlich z. B. in der Apotheke – in einen Stoffbeutel, den Sie mit einem Zugband schließen können. Zum Erwärmen legen Sie den Beutel in den Backofen oder die Mikrowelle und heizen ihn auf maximal 40 Grad auf. Für eine Kälteanwendung kühlen Sie die Rapssamen im Kühlschrank auf etwa sechs bis acht Grad herunter. Ein leichter Wärme- oder Kältereiz ist vollkommen ausreichend und auch bei Zimmertemperatur sind die Bewegungen im Rapsbad angenehm.
Hat die Mischung die gewünschte Temperatur, stellen Sie den Beutel in eine große Schüssel und öffnen das Zugband.
Waschen und trocknen Sie Ihre Hände gründlich, bevor Sie starten. Tauchen Sie nun beide Hände in die Schüssel und machen langsame, kreisende Bewegungen. Sie können auch ein paar Hände voll Samen schöpfen und anschließend langsam durch Ihre Finger zurück in die Schüssel rieseln lassen oder Sie führen Knetbewegungen im Raps aus. Massieren Sie abschließend Ihre Finger und Handflächen vorsichtig mit den ölhaltigen Samen.
Tauchen Sie auch mal Ihre Füße in das Rapsbad. Simulieren Sie z. B. Gehbewegungen oder machen Sie mit Ihren Zehen Greifbewegungen. Bei jeder Bewegung streichen die Kügelchen sanft über die Haut und regen so die Durchblutung an. Experten empfehlen bei Bedarf oder auch täglich zwischen 5 und 20 Minuten im Rapsbad zu trainieren.
Rapssamen sind sehr ölhaltig und können daher sehr gut Wärme bzw. Kälte speichern. Diese geben sie gleichmäßig wieder ab. Zudem sind die kleinen Rapssamen leicht und umschmeicheln die Haut ohne Druck. Das empfinden viele Menschen mit rheumatischen Beschwerden als besonders wohltuend. Physio- und Ergotherapeuten setzen die kleinen Körner daher gern zu Therapiezwecken ein. Alternativ können Sie z. B. auch Linsen nehmen.
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