Aktiv bleiben mit chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen (CED)

Sport kann eine Herausforderung sein: Nehmen Sie sie an!

Regelmäßiger Sport kann für Patienten mit chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen schwierig sein, besonders, wenn sie gerade unter einem Krankheitsschub leiden. Jedoch machen nicht alle Patienten die gleichen Erfahrungen. Wie viel Sport Sie machen können, hängt letztendlich von Ihrem eigenen allgemeinen Fitnesszustand und Ihrem gegenwärtigen Gesundheitszustand ab.

Vielen Patienten hilft Sport dabei, besser mit der Erkrankung zurechtzukommen.

Vorteile von Sport bei CED: Stress-Abbau und verbesserte Knochendichte

Man geht davon aus, dass Stress bei Erkrankungen wie Colitis ulcerosa oder Morbus Crohn neue Schübe auslösen kann. Krankheitsschübe treten häufig zu stressigen Zeiten auf, zum Beispiel bei einem Jobwechsel, während eines Umzugs oder bei Beziehungsproblemen. Mit Yoga-Übungen können Sie Ihr Stresslevel senken. Aerobe Übungen und Krafttraining können dabei helfen, Ihre Knochen zu stärken.

Das ist zu beachten:

  1. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt, wenn Sie sich nicht sicher sind, wie viel sportliche Belastung Ihr Körper aushält.
  2. Manche Menschen treiben Sport nach dem Motto „alles oder nichts“. Mit dem Sport zu übertreiben ist nicht empfehlenswert. Es ist wichtig, dass Sie Ihr persönliches, richtiges Maß finden, um sich nicht zu überlasten, aber auch nicht zu sehr zu schonen.
  3. Wenn Sie gerne Kraftsport machen, beginnen Sie mit Zirkeltraining. Gehen Sie langsam an den Kraftsport heran. Sie können zum Beispiel mit sanften Übungen und Eigengewichtstraining beginnen.
  4. Wenn Sie Ihre Herz-Kreislauf-Gesundheit verbessern möchten, probieren Sie es mit Intervalltraining. Beginnen Sie mit kurzen bis mittellangen Intervallen. Verlängern Sie die Einheiten, wenn Ihr Körper dazu bereit ist.
  5. Wenn Sie Stress abbauen möchten, spielt die Verbindung zwischen Körper und Geist eine wichtige Rolle. Dabei kann Ihnen z. B. Yoga helfen. Integrieren Sie solche restorativen Übungen in Ihren Trainingsablauf. Wenn Ihr Körper Yoga gut verträgt, intensivieren Sie Ihr Training, indem Sie z. B. zum Power Yoga oder Pilates übergehen.
  6. Versuchen Sie es mal mit Indoor Cycling: Wenn das Ihre Symptome verschlimmert, probieren Sie etwas anderes. Im Zweifelsfall können Sie Ihren Trainingsablauf einfach nach Bedarf anpassen: Hören Sie auf Ihren Körper!

Probieren Sie verschiedene Sportarten aus, bis Sie die richtige für Ihren Körper gefunden haben. Doch vergessen Sie nicht: Es ist egal, welchen Sport Sie treiben. Wichtig ist, dass Sie aktiv bleiben.

Referenzen
  • Internisten im Netz – Berufsverband Deutscher Internisten. Bewegung und Sport bei chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen. Verfügbar unter: https://www.internisten-im-netz.de/krankheiten/chronisch-entzuendliche-darmkrankheiten/tipps-fuer-den-alltag zuletzt abgerufen am 08.12.2025.
  • Deutsche Morbus Crohn / Colitis ulcerosa Vereinigung (DCCV). Leben mit einer CED – Bewegung & Alltag; Psyche und CED. Verfügbar unter: https://www.dccv.de/betroffene-angehoerige/leben-mit-einer-ced/ zuletzt abgerufen am 08.12.2025.
  • Gesundheit.gv.at – Offizielle Gesundheitsplattform Österreichs. Morbus Crohn: Alltag & Umgang mit Belastung. Verfügbar unter: https://www.gesundheit.gv.at/krankheiten/darm/morbus-crohn zuletzt abgerufen am 08.12.2025.
  • Ernährung.de – Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung. Bewegung, Muskelkraft und Knochengesundheit. Verfügbar unter: https://www.ernaehrung.de zuletzt abgerufen am 08.12.2025.
  • Stiftung Gesundheitswissen. Stressreduktion durch Bewegung und achtsamkeitsbasierte Methoden. Verfügbar unter: https://www.stiftung-gesundheitswissen.de zuletzt abgerufen am 08.12.2025.

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